Ein Besuch des


"Antikenmuseums im Schnoor"


Bremen, Marterburg 55-58

Innenraum Ansicht
Das Museum präsentiert die bedeutendste private Sammlung griechischer Vasen in Deutschland

Die griechische Antike

Die Kultur der antiken griechischen Klassik (ca. 550 v. Chr. bis 350 v. Chr.) besonders ihre Bildsprache, prägt bis heute die Kunst des Abendlandes. Während von der Malerei dieser großen Epoche so gut wie nichts erhalten ist, finden wir auf den ausgegrabenen Wein- und Ölgefäßen Zeichnungen von überragender künstlerischer Qualität, welche mit ihren vielfältigen Bildthemen einen exemplarischen Einblick in die Kultur der alten Griechen bieten.
Die Stiftung Zimmermann hat über einen Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten viele bedeutende Meisterwerke griechischer Vasenkunst erworben und eine Sammlung entstehen lassen, von der das führende deutsche Kulturjournal "Weltkunst" urteilt, es sei eine "Weltklasse-Sammlung attischer Vasenmalerei".

Entrée und Empore - die schwarzfigurigen Vasen

Die Stadtgöttin Athena

Die Stadtgöttin Athena
Beim Betreten des Museums fällt der Blick des Besuchers rechts zunächst auf eine Vitrine, welche die stilistische Entwicklung der attischen Keramik von der geometrischen Zeit (ca. 1000 - 700 v. Chr.) über die Errungenschaft der Ritztechnik der korinthischen Keramik im 7. Jh. v. Chr. bis zur Entwicklung des schwarz- und rotfigurigen Stils in Athen aufgezeigt.
Neben der Treppe und im ersten Raum der Empore sind verschiedene schwarzfigurige Vorrats-, Misch- und Trinkgefäße zu sehen. Im Mittelpunkt steht die imposante Panathenäische Preisamphora, Siegespreis bei den athletischen Wettbewerben des Panathenäenfestes in Athen. Mit Olivenöl gefüllt, war dieses Gefäß dem Sieger des Laufwettbewerbs bestimmt. Geschaffen wurde das Gefäß von dem Töpfer Kleophrades und einem nicht namentlich bekannten Maler, der Kleophrades-Maler genannt wird.
Der Laufwettbewerb

Der Laufwettbewerb
Die Vasen in den Vitrinen V, IX und X sind den Heldentaten des griechischen Halbgottes Herakles gewidmet.
Herakles bezwingt den erymanthischen Eber. Herakles besiegt den Löwen von Nemea ohne Waffen Herakles entführt die Rinder des Geryoneus Apollon und Herakles im Dreifußstreit
Herakles bezwingt den erymanthischen Eber.
Herakles besiegt den Löwen von Nemea.
Herakles musiziert auf einem Saiteninstrument.
Apollon und Herakles im Streit um den Dreifuß.
Eine sehr bedeutende Vase finden wir in Vitrine V. Die reich verzierte Tyrrhenische Amphora wurde vom Damwild-Maler geschaffen. Sie zeigt den Kampf des Herakles gegen den Kentauren Nessos, ein Fabelwesen halb Stier, halb Mensch.
INFORMATION
Kampf des Herakles gegen den Kentauren Nessos
Die weiteren schwarzfigurigen Vasen zeigen Szenen aus dem trojanischen Sagenkreis und der Odyssee.

Raum 3 - die rotfigurigen Vasen

Alsdann betreten wir den nächsten Raum, in dem in sieben Vitrinen rotfigurige Vasen von hoher Qualität gezeigt werden. Gleich zu Beginn fällt der Blick auf drei Trinkschalen in der Vitrine XI, welche den führenden Vasenmalern der Antike zugeschrieben werden.
Schale des Triptolemos
Schale des Onesimos
Schale des Makron
Schale des Triptolemus Schale des Onesimos Schale des Makron
Der Knappe überreicht dem Krieger dessen Waffen
Ein junger Hirte mit der Herde auf dem
Heimweg. Inschrift "Der Knabe ist schön"
Ein Zecher, voll des Weines, kniet vor einem Flöte spielenden Knaben
Der besondere Stolz des Museums sind die Lekyten (Salbölgefäße) und die Castle-Ashby-Amphora in der Vitrine XII.
Lekythos
des Achilleus-Malers
Lekythos
des Berliner Malers
Oinochoe
des Malers von Florenz
Lekythos des Achilleus-Malers Lekythos des Berliner Malers Oinochoe des Malers von Florenz
Zeus schreitet mit
seinem Blitzbündel kraftvoll aus.
Die Göttin Nike
bringt den Dreifuß als Siegespreis.
Zeus verfolgt den Knaben Ganymed.
Diese fantastische Halsamphora, aus der berühmten Sammlung des Marquess of Northhampton, wurde bereits vor 150 Jahren publiziert.





In den weiteren Vitrinen werden Vasen mit Szenen aus Alltag, Fest und Mythologie vorgestellt.
Attische Vasen waren hochgeschätzt. Fundorte belegen, dass sie bis in die Randgebiete der antiken Welt exportiert wurden und lange im Gebrauch waren. Von allen Bevölkerungsschichten verwendet, fanden die schönsten Vasen häufig ihren Weg in die Gräber ihrer Besitzer, weswegen sie so gut erhalten sind.

Die bekannte Archäologin, Frau Erika Simon, konstaniert: "Bei keinem Volk unserer Erde ist der Keramik eine solche Fülle und Kraft der Aussage anvertraut, wie sie uns in der Vasenkunst der griechischen Antike begegnet und diese auszeichnet."


Wir wünschen einen anregenden Besuch in unserem ANTIKENMUSEUM IM SCHNOOR

Stiftung Heidrun und Manfred Zimmermann
 

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Filmbericht von Radio Bremen zum zehnjährigen Jubiläum des Museums 2015 >>HIER<<

 

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04.01.2017